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Brot richtig lagern: 6 Tipps aus unserer Backstube
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Brot richtig lagern: 6 Tipps aus unserer Backstube

28.05.20263 Min. Lesen

Wer bei uns ein Brot kauft, bekommt nicht nur frische Backware, er bekommt auch ein Lebensmittel, das bei richtiger Lagerung deutlich länger hält als ein industriell gebackenes Brot. Unser Sauerteig sorgt dafür: Die natürlichen Milchsäuren wirken konservierend, hemmen Schimmelbildung und erhalten die Krume länger saftig. Aber auch das beste Brot leidet, wenn man es falsch aufbewahrt. Hier sind sechs Tipps aus unserer Backstube: einfach, direkt, erprobt.

Tipp 1: Brotdose oder Leinenbrotbeutel statt Plastiktüte. Plastik lässt keine Luft durch, die Feuchtigkeit staut sich, die Kruste wird gummiartig und Schimmel hat leichtes Spiel. Eine Holzbrotdose oder ein Leinenbeutel lässt das Brot atmen, hält die Feuchtigkeit trotzdem gut genug, und bewahrt dabei die Kruste. Wer keinen Brotbeutel hat: Ein sauberes Küchentuch tut es genauso gut. Einfach locker einschlagen und kühl stellen.

Tipp 2: Schnittfläche nach unten legen. Das klingt nach Kleinigkeit, macht aber einen großen Unterschied. Über die offene Schnittfläche verdunstet das Brot am schnellsten und trocknet dort zuerst aus. Wer das Brot mit der Schnittfläche nach unten auf ein Holzbrett legt, verlangsamt diesen Prozess erheblich. Noch besser: Mit einem Brotmesser glatt schneiden, denn zerfaserte Schnittflächen trocknen schneller aus.

Tipp 3: Nie in den Kühlschrank. Das ist der häufigste Fehler. Im Kühlschrank retrogradiert die Stärke im Brot viel schneller, das Brot wird altbacken, trocken und verliert seinen Geschmack in wenigen Stunden. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 15 und 20 Grad Celsius, also Zimmertemperatur oder ein kühler Keller. Unser Hausbrot hält dort problemlos drei bis fünf Tage.

Tipp 4: Einfrieren ist besser als wegwerfen. Wer weiß, dass er nicht das ganze Brot verbraucht, sollte es in Scheiben schneiden und portionsweise einfrieren. Einfach in einen Gefrierbeutel, Luft herausdrücken, fertig. Gefrorene Scheiben direkt aus dem Tiefkühler in den Toaster geben oder kurz auftauen lassen, und das Brot schmeckt fast wie frisch. Diese Methode eignet sich besonders für unser Vollkornbrot und den VollkornSepp.

Tipp 5: Aufbacken mit einem Schuss Wasser. Ein Brot, das schon zwei, drei Tage alt ist, lässt sich wunderbar auffrischen. Einfach kurz unter den Wasserhahn halten oder mit nassen Händen leicht befeuchten und bei 180 Grad für zehn Minuten in den Ofen. Die Kruste wird wieder knusprig, die Krume wird weich und das Brot duftet wie frisch gebacken. Besonders gut funktioniert das mit unserem Winzerwecken und dem Weinviertler Landbrot.

Tipp 6: Brot braucht Luft, aber nicht zu viel. Völlig offenes Liegenlassen auf der Ablage trocknet das Brot aus, vor allem an der Schnittfläche. Völlig luftdicht verpacken fördert Schimmel. Die goldene Mitte ist ein Beutel oder eine Dose, die leicht Luft zirkulieren lässt. Unser Sauerteig erledigt den Rest, denn er hält das Milieu im Inneren des Brotes so stabil, dass Schimmel kaum eine Chance bekommt. Das ist kein Zufall, das ist der Grund, warum wir auf echte Fermentation setzen und nicht auf chemische Konservierungsmittel.

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