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Ich kauf lokal – Bäckerei Bauer im Magazin „Wirtschaft in NÖ“
Tradition

Ich kauf lokal – Bäckerei Bauer im Magazin „Wirtschaft in NÖ“

11.06.20266 Min. LesenMagazin Wirtschaft in NÖ

Im Rahmen der Initiative „Ich kauf lokal" hat das Magazin „Wirtschaft in NÖ" die Bäckerei Karl Bauer GmbH für seine monatliche Partnerbetriebe-Serie vorgestellt. Geschäftsführer Dr. Stefan Bauer hat die Fragen persönlich beantwortet.

Seit wann gibt es Ihr Unternehmen?

Alles begann 1960, als mein Großvater Georg Bauer in Wetzelsdorf im Weinviertel seine kleine Bäckerei eröffnete. Mit viel Leidenschaft, handwerklichem Können und dem festen Glauben daran, dass gutes Brot Menschen verbindet. Was als bescheidene Dorfbäckerei begann, ist heute ein Betrieb mit 13 Filialen, drei Kaffeehäusern und einer Produktionsküche, aus der jeden Morgen frische Backwaren in die gesamte Region geliefert werden. Wir führen den Betrieb in der dritten Generation als Bäckerei Karl Bauer GmbH. Im vergangenen Jahr durften wir gleich zwei große Jubiläen feiern: 65 Jahre Bäckerei Bauer und 30 Jahre ADEG Bauer Ladendorf. Diese Meilensteine haben uns noch einmal gezeigt, wie tief wir in dieser Region verwurzelt sind.

Was bieten Sie Ihren Kundinnen und Kunden an?

Eigentlich alles, was der Tag braucht. Wir sind weit mehr als eine Bäckerei, auch wenn das Backen unser Herzstück bleibt. Jeden Morgen verlassen frische Brote, Semmeln, Kipferl, Wachauer, Kornspitze und unzählige Gebäckvarianten unsere Produktion in Wetzelsdorf. Wer Lust auf etwas Süßes hat, findet bei uns feine Mehlspeisen, Plunder, Croissants und unsere beliebten Leckereien. Mit der Linie Knuspertraum bieten wir halbgebackene Brote zum Fertigbacken zuhause an, für alle, die sich den Duft von frischem Brot direkt in die Küche holen wollen. Neben dem Bäckereiverkauf betreiben wir drei Kaffeehäuser, in denen man bei einem guten Kaffee und hausgemachten Mehlspeisen wirklich durchatmen kann. Familien schätzen unsere Schulbuffets, die Kindern jeden Tag eine warme, frische Jause ermöglichen. Und wer einkaufen möchte wie im großen Supermarkt, aber lieber zum Greisler ums Eck geht, ist bei uns genau richtig. Als ADEG-Partner führen wir auch in unseren kleineren Filialen dasselbe Vollsortiment zu denselben Preisen wie ein großer ADEG-Markt.

Was zeichnet Ihren Betrieb besonders aus?

Diese Vielseitigkeit ist es, die uns von anderen unterscheidet. Bei uns kann jemand gleichzeitig frisches Brot kaufen, einen Kaffee trinken, das Kind mit einem Schulbuffet versorgen und den Wocheneinkauf erledigen. Das ist nicht geplant entstanden, das ist über Jahrzehnte gewachsen, weil wir immer nah an den Bedürfnissen der Menschen geblieben sind. Aber was uns wirklich auszeichnet, ist die Überzeugung, mit der wir backen. Wir arbeiten mit Sauerteig, langen Teigruhezeiten und Rezepturen, die über Generationen verfeinert wurden. Kein schnelles Aufbacken, kein Kompromiss bei der Qualität. Unser Vollkornsepp, der als Brot des Jahres ausgezeichnet wurde, steht stellvertretend dafür: regionale Getreidesorten, schonend verarbeitet, mit einer Kruste, die knackt, und einer Krume, die satt macht. Das ist Handwerk, das man schmeckt.

Was bedeutet „lokal einkaufen" für Sie persönlich?

Für mich ist lokales Einkaufen eine Herzensangelegenheit. Es ist die bewusste Entscheidung, der eigenen Region etwas zurückzugeben. Wenn ich weiß, woher das Mehl kommt, wer es gemahlen hat und wer das Brot gebacken hat, dann ist das ein Gefühl von Vertrauen und Verbundenheit, das kein anonymer Onlineshop ersetzen kann. Bei uns im Weinviertel wächst das Getreide, aus dem unsere Brote werden, oft keine 20 Kilometer von unserer Backstube entfernt. Das ist für mich die reinste Form von Qualität: kurze Wege, klare Herkunft, ehrlicher Geschmack. Lokal einkaufen bedeutet für mich: Gesicht hinter dem Produkt, Handschlag statt Barcode.

Welche Vorteile sehen Sie darin, regionale Betriebe zu unterstützen?

Jeder Euro, der bei uns im Weinviertel bleibt, wirkt. Er sichert Arbeitsplätze, stärkt lokale Lieferanten und hält das Leben in unseren Ortschaften am Laufen. Wir alle profitieren davon, wenn die Bäckerei um die Ecke noch existiert, wenn der Greisler im Dorf noch offen hat und wenn Familienbetriebe wie unserer über Generationen bestehen können. Dazu kommt etwas, das man auf keiner Produktverpackung findet: der direkte Draht zum Menschen. Unsere Bäckerinnen und Bäcker wissen, was die Kundschaft mag. Sie kennen die Stammkundinnen, die jeden Morgen dieselbe Semmel holen. Das ist eine Qualität, die kein Konzern kaufen kann.

Gibt es etwas, das viele Menschen über Ihren Betrieb noch nicht wissen?

Viele wissen nicht, dass hinter jedem unserer Brote eine eigene Geschichte steckt. Der Allerheiligenstriezel, den wir nach altem Weinviertel-Brauch backen. Der Striezel Posch'n als gelebte Hochzeitstradition. Unser Fitberry Brot, das modern und gesund ist und trotzdem nach echter Bäckerei schmeckt. Und dann natürlich unser Vollkornsepp, der nicht einfach ein Vollkornbrot ist, sondern ein Brot mit Charakter, mit Biss, mit einer Kruste, bei der man sofort weiß: Das ist kein Industrieprodukt. Viele wissen auch nicht, dass unsere kleinen Greisler-Filialen dieselben ADEG-Preise haben wie ein großer Supermarkt. Man muss also nicht in die Stadt fahren, um günstig und vollständig einzukaufen.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf unsere Menschen. Allen voran möchte ich unserer Prokuristin Therese Mayer meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Sie ist das organisatorische Rückgrat unseres Betriebs und trägt tagtäglich dazu bei, dass hinter den Kulissen alles reibungslos funktioniert. Ohne ihr Engagement und ihre Verlässlichkeit wäre vieles von dem, was wir nach außen zeigen, schlicht nicht möglich. Darüber hinaus bin ich stolz auf jede einzelne Mitarbeiterin und jeden einzelnen Mitarbeiter, der früh morgens aufsteht, damit die Semmel um sieben Uhr frisch auf dem Tisch liegt. Unsere Bäckerinnen und Bäcker beginnen ihre Arbeit, wenn die meisten noch schlafen. Das verdient echten Respekt und echte Wertschätzung.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Freude?

Wenn jemand ein Brot anschneidet, kurz inne hält und sagt: „Das schmeckt wie früher." Dieser Moment ist unbezahlbar. Er zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Genauso begeistert mich die Entwicklung neuer Produkte, wenn aus einer Idee in der Backstube ein Brot wird, das die Kundschaft wirklich liebt. Beim Vollkornsepp war das genau so. Er ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus dem Wunsch heraus, ein Vollkornbrot zu backen, das keine Kompromisse kennt. Und ich freue mich jedes Mal, wenn ich in eine Filiale komme und sehe, wie unterschiedlich die Menschen bei uns ein und aus gehen. Die Oma, die ihren Kaffee trinkt. Die Mutter, die nach der Schule mit dem Kind eine Jause holt. Der Bauer, der beim Einkauf kurz auf ein Schwätzchen anhält. Das ist für mich Bäckerei Bauer.

Aktuelle Angebote und Neuigkeiten

Wir haben immer etwas, das sich lohnt. Aktuell empfehle ich besonders unseren Vollkornsepp, unser Brot des Jahres, der nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch regelmäßig in unseren 2+1-Aktionen erhältlich ist. Ein Brot, das man einmal probiert hat und immer wieder haben möchte. Als ADEG-Partner haben wir außerdem laufend wechselnde Angebote quer durch das gesamte Sortiment, von Frischware bis Haushalt. Wer immer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet alle Neuigkeiten und Aktionen auf www.baeckereibauer.at sowie auf Instagram und Facebook unter @baeckerei_bauer.

Was möchten Sie Ihren Kundinnen und Kunden mitgeben?

Gönnen Sie sich das Echte. Ein Brot, das nach Brot schmeckt. Eine Semmel, die noch warm ist. Einen Kaffee, bei dem man sitzen bleibt. Kommen Sie auf einen Kaffee vorbei, holen Sie sich frisches Brot, erledigen Sie Ihren Einkauf beim Greisler ums Eck, schicken Sie das Kind mit einer frischen Jause in die Schule. Das alles ist bei uns möglich, nah, persönlich und zu fairen Preisen. Manche Dinge sind einfach nicht zu ersetzen und genau dafür stehen wir jeden Tag auf.

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